Das iPhone und die Generation 50+

On 20. Januar 2014, in News, by Admin

Wer für Oma oder Opa ein Handy sucht, der ist oftmals geneigt zu einem Seniorenhandy zu greifen. Dass diese Geräte aber nicht jedem gerecht werden, lässt sich erahnen: Die Handys sind zwar praktisch, dafür oftmals aber auch nur sperlich ausgestattet und von Lifestyle kann kaum eine Rede sein. Mit ihren großen Tasten, den lauten Tönen […]

Wer für Oma oder Opa ein Handy sucht, der ist oftmals geneigt zu einem Seniorenhandy zu greifen. Dass diese Geräte aber nicht jedem gerecht werden, lässt sich erahnen: Die Handys sind zwar praktisch, dafür oftmals aber auch nur sperlich ausgestattet und von Lifestyle kann kaum eine Rede sein. Mit ihren großen Tasten, den lauten Tönen und Zusatzfunktionen wie Notruftasten, sind sie zwar besonders an die Zielgruppe angepasst, auf moderne Technik, wie man sie im 21. Jahrhundert erwarten könnte, muss man jedoch bei den meisten Modellen verzichten.

Wer allerdings seinen Großeltern mal sein iPhone in die Hand gedrückt hat, der wird schnell gemerkt haben, dass die Benutzeroberfläche für Ältere lange nicht so intuitiv bedienbar ist wie für unsereins. Ungewollt wird dann schon mal ein Anruf getätigt oder eine Anwendung gestartet. Und dabei sollte man meinen, dass ein Touch-Screen von der Anwendung doch viel intuitiver ist, als ein kompliziertes herummanövrieren mit ein paar Tasten. Doch die weit verzweigte Menüstrucktur, kaum erschließbare Symbole und eine Vielzahl an Fremdwörtern verkomplizieren die Bedienung ungemein.

Das iPhone für Senioren

Mit diesem Problem beschäftigte sich Moritz Kleck im Rahmen seiner Diplomarbeit und erarbeitete mit zahlreichen Senioren zunächst die Schwächen des iPhones. Dabei stellte dich heraus, dass viele schon mit der Bedienung des Hauptmenüs nicht zurecht kamen. Auch die Tatsache, dass das iPhone erst reagiert, wenn man den Finger nach dem Drücken vom Display hebt, empfanden viele Senioren als nicht einleuchtend und unlogisch.

Nachdem Kleck all diese Punkte zusammengetragen hatte, entwickelte er ein Design, dass die Bedienung des iPhones für ältere Nutzer angenehmer und intuitiver machte. Bei „iPlus“, wie er die prototypische Benutzeroberfläche nannte, wurde das Menü stark vereinfacht und die Kernanwendungen wie das Telefon sind schneller angewählt und gestartet.

Mit seiner Idee zeigte Moritz Kleck, dass man nicht immer zwischen Design und Nutzen wählen muss, sondern dass es auch alternative Wege geben kann. Mit seiner Idee gewann er 2009 den eResult Usability-Contest.